Rücktritt: Ein Blick zurück auf die Karriere von Gerold Biner


40 Jahre arbeitete Gerold Biner bei der Air Zermatt, 12 davon stand er der Firma als CEO vor. Wir blicken auf seine Karriere zurück.

Publiziert: 26.12.2023 auf pomona.ch

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Das ganze Interview mit Gerold Biner zum Nachhören

Auf der Air Zermatt Basis in Raron. Es sind die letzten Tage von Gerold Biner als CEO der Air Zermatt. Es gehe ihm gut, sagt Biner. Er habe sich lange auf diesen Moment vorbereiten können.

Begonnen hat die Karriere Biners bei der Air Zermatt bereits 1983, direkt nach seiner Lehre auf dem Militärflugplatz in Sion, als Hilfsmechaniker. Damals sagte er immer, er sei „Gerry Biner the window cleaner„. Sein Weg führte ihn vom Flughelfer über den Mechaniker zum Piloten, später zum Fluglehrer und schliesslich zum CEO.

Pilot zu werden war ein Bubentraum von Biner: „Wenn die Helikopter kamen und die Piloten mit den coolen Sonnenbrillen ausstiegen, wenn die Helis Staub aufwirbelten und alles nach verbranntem Kerosin roch, das faszinierte mich. Und es fasziniert mich noch immer. Ich habe noch nie bereut, dass ich Pilot geworden bin.“

Obwohl es ein risikoreicher Beruf ist. Laut Statistik erleidet ein Pilot im Schnitt nach 2’000 Flugstunden einen Unfall. Auch Gerold Biner entkam dem mit seinen rund 16’000 Flugstunden nicht. Gleich zu Beginn seiner Karriere und ein weiteres Mal gegen Ende deren stürzte er ab – beide mal hatte er unglaubliches Glück. Aber auch dazwischen sei es oft zu gefährlichen Momenten gekommen. Nach seinem ersten Unfall im Jahr 1990 versprach er seiner Frau noch an der Unfallstelle nie mehr in einen Helikopter zu steigen. Dieses Versprechen hielt keine vier Wochen. „Aber sie ist okay damit. Wirklich ernsthaft Gedanken gemacht aufzuhören habe ich mir nie.“


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